Filzen mit Schafwolle

Filzen ist eine Handwerkstechnik, die schon seit Jahrtausenden praktiziert wird. Aus Wolle, Wasser und Seife entsteht ein fester Stoff.

Auf diese Weise lassen sich alle möglichen Dinge herstellen: Bälle, Schnüre, Teppiche, nahtlose Handtaschen oder Bekleidung.
Die gereinigte, gekämmte und bis zum Vlies aufbereitete und eventuell gefärbte Schafwolle wird durch eine mechanische Bearbeitung (Walken) in einen festen Verbund gebracht. Die einzelnen Fasern sind dabei miteinander ungeordnet verschlungen. Die Haare von Schafen haben eine schuppenartige Oberfläche, deren mikroskopisch kleine Plättchen sich beim Walken dauerhaft ineinander verhaken . Bei den Völkern der Antike war das Filzen von Wolle gut bekannt, wie mehrere Erwähnungen in der Literatur der Griechen und Römer sowie in Pompeji ausgegrabene Fundstücke beweisen.


Auf dieser Seite finden Sie liebevoll in Handarbeit gefertigte Produkte aus reiner Schafwolle.

 

Schafe werden nur im Winter aufgestallt und verbringen die meiste Zeit im Freien.

 

Ihre Wolle isoliert vor Kälte und Hitze und nimmt bis zu 40% Feuchtigkeit auf ohne sich nass anzufühlen. Wolle besteht aus der feineren, gekräuselten Unterwolle und dem längeren glatten Deckhaar. In sehr feuchten Sommern bilden Schafe mehr Deckhaare, damit Regen besser ablaufen kann. In sehr heißen Sommern hingegen bildet sich weniger Unterwolle, somit steigt der verhältnismäßige Anteil der Deckhaare wieder. Diese glatten Deckhaare lassen sich nicht leicht verfilzen und lösen sich bei mechanischer Bewegung aus dem Filz heraus.

 

Die Produkte (insbesondere Patschen) „haaren“ also in den ersten Tagen. Das hört bald auf, ist wie ein Reinigungsprozess des Filzes zu sehen und hat nichts mit der Wollqualität zu tun, einfach mit den Händen abrubbeln und keine Angst, der Filz löst sich nicht auf!